TapHome
Haus in Horehronie bei Nacht — Fassade mit smarter EGLO-Beleuchtung und zwei Autos in der Einfahrt
Slowakei April 2026

Haus in Horehronie — Smart Home mit Raum zum Wachsen

Der Bauherr kam mit einer klaren Vorstellung: „Autos kaufen wir in Vollausstattung — und Häuser sollten auch in Vollausstattung sein.“ Beim Bau eines 300 m² großen Einfamilienhauses in Horehronie bestimmt diese Philosophie jede Entscheidung. Der Bau begann 2022, die Familie zieht dieses Jahr ein, und bis 2030 wird am hinteren Ende des Grundstücks ein Wellnessbereich mit Schwimmbad ergänzt. TapHome steuert diese mehrstufige Reise — ein Core, zwei Unterputz-Verteilerschränke und eine Infrastruktur, die für alles Kommende bereit ist.

Technikraum als Fundament

TapHome-Verteilerschrank bündig in die Wand des Technikraums eingelassen — LEDOC12, 32UI und weitere IO-Module

Zwei EATON 144-Modul-Verteilerschränke sind bündig in die Wand des Technikraums eingelassen, einer über dem anderen, mit strikter Trennung von Niederspannung und Starkstrom. CABELLAN hat sie in der Rohbauphase installiert — der Technikraum wird von der ganzen Familie genutzt, daher mussten die Verteilerschränke sorgfältig eingebaut und verkleidet werden.

Im Herzen der Installation laufen ein TapHome Core und ein Satz IO-Module: sechs 32UI, zwölf 12DO, ein kombiniertes DO12UI12, fünf 4UI2DO, 6UI, 2UI, ein LEDOC4, zwei LEDOC12, 4DIM sowie ein Wiegand-Gateway W2DI2DO2. Zusammen mit 25 Relais und einem 24 V 150 W Netzteil.

Die Wärmequelle ist eine VIESSMANN Vitocal 200-G — eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit einem kombinierten Pufferspeicher, an den auch der Kaminkreis angebunden ist. „Der Kamin wird nur zu Weihnachten heizen, wenn die Familie zusammen ist,“ erklärt der Bauherr. Aus dem Speicher bedient der Verteilerschrank 12 Heizzonen: Fußbodenheizung im gesamten Haus, drei Heizkörper in der Garage und drei Handtuchheizkörper in den Bädern. Die Garage hat einen eigenen Temperatursensor, mit dem TapHome die Umwälzpumpe steuert.

Das Haus wird aus einem eigenen Brunnen mit Wasseraufbereitung versorgt. Gegen Wasserlecks sind fünf verkabelte TapHome-Flutsensoren verbaut (Bäder 2×, Waschküche 1×, Heizraum 1×, Kaminverrohrung unter der Treppe 1×) sowie ein kabelloser Paradox-Sensor in der Küche, wo keine Kabel vorverlegt waren.

Heizraum mit VIESSMANN Vitocal 200-G Wärmepumpe und Heizkreisverteiler

Infrastruktur, die bereit ist zu wachsen

Farblich codierte Verkabelung vor dem Einbau in den Verteilerschrank

Jedes Kabel hat seine Farbe und seinen Platz. Orange für Niederspannung, Gelb-Grün für Erdung, Violett für den Bus. Die Heizkreisverteiler sind zonenweise beschriftet — Küche, Wohnzimmer und zwei große Flure im Erdgeschoss zu einer einzigen Zone zusammengefasst, der Rest (Büro, Vorraum, Ankleide, vier Schlafzimmer, Waschküche und Bäder) läuft unabhängig.

Gründliche Vorbereitung ist der Grund, warum dieses Haus beim Wachsen durch nichts ausgebremst wird. Die 144-Modul-Schränke halten Reservekapazität für den geplanten Wellnessbereich mit Pool 2027–2030 bereit, für zwei Victron Energy Photovoltaikanlagen (eine für das Haus, eine separat für den Wellnessbereich) sowie für die installierten HIKVISION-Kameras, deren Personenerkennungssignale in TapHome einlaufen — um Alarm oder Außenbeleuchtung auszulösen und die Bewässerung zurückzufahren, solange die Familie im Garten ist.

30 Leuchten, die der Bauherr selbst montiert hat

Der Bauherr ist kein typischer Kunde — er ist ein Perfektionist, der den Bau selbst dirigiert. Er hat 30 EGLO CALPINO 3 Fassadenleuchten (2,8 W LED) ausgesucht und alle 30 selbst montiert und klemmverdrahtet. Martin Šustr von CABELLAN hat sie anschließend in TapHome in Betrieb genommen.

„Der Bauherr ist ein echter Perfektionist und hat das gründlich und in Showroom-Qualität gemacht — einschließlich der Klemmverdrahtung. Er übernimmt die peripheren Arbeiten, damit ich mich auf die fachspezifischeren Teile konzentrieren kann.“

— Martin Šustr, CABELLAN s.r.o.

Eine solche Zusammenarbeit — der Installateur kommt für zwei- bis dreitägige Einsätze, der Bauherr bereitet zwischendurch die Routinearbeiten vor — ist ein praxiserprobtes Modell für große, langwierige Projekte. Die Beleuchtungslogik und die Szenen werden nach dem Einzug schrittweise programmiert, wenn Zeit ist, direkt vor Ort mit dem Feedback der Bewohner zu arbeiten.

Licht als Design

Gemeinschaftsbereich des Hauses — Küche, Essbereich und Wohnzimmer mit Kamin

Das Haus verfügt über 32 separate Beleuchtungskreise — Einbauspots in den Gewölbedecken, RGB-Streifen unter Kücheninsel und Bar, eine LED-Treppe mit sequenziell geschalteten Stufen, LED-Deckenrahmen in den Bädern und Gemeinschaftsräumen sowie beleuchtete Nischen in Marmorduschen. Dimmung und PWM-Steuerung der LED-Streifen laufen über die Module 4DIM, LEDOC4 und zwei LEDOC12.

Marmorbad mit LED-beleuchteter Nische in der Dusche

Das Interieur setzt auf Kontraste — heller Marmor und schwarze Details, warmes Licht und Raum für Farbe in Küche und Bar. Duschnischen, der LED-Rahmen entlang der Decke und das weiche Leuchten der Treppe lassen sich separat steuern, über Szenen oder nach Tageszeit.

Dieses Jahr kommen im Garten mindestens sechs ganzjährige Szenen dazu: Funktionsbeleuchtung für Gehwege, Akzentbeleuchtung für Bäume und Stromkreise für die Weihnachtsbeleuchtung (8 Außensteckdosen sind bereits verlegt).

Vernetzte Systeme, heute und morgen

Beschattung. Sechzehn Zonen Außenjalousien, an die Wetterstation angebunden mit automatischer Reaktion auf die Sonne. Die Motoren werden gerade beschafft.

Fenster. Zwanzig automatisierte Fenster für kontrollierte Lüftung, gesteuert über TapHome.

Audio. Sechs Audiozonen mit individueller Radio- und Lautstärkesteuerung (Küche, Essbereich, Büro, zwei Bäder, Waschküche), gespeist von Fonestar-Verstärkern in einem KELINE-Rack. Das Wohnzimmer hat eine eigene HiFi-Anlage mit Signalweiterleitung auf die Terrasse. Im zentralen Essbereich steht ein 27″ Touch-Monitor, der die TapHome-App, Internetradios und das Durchstöbern von Fotos vom Netzlaufwerk zusammenführt. Audio läuft vorerst autonom — die vollständige Integration in TapHome ist für die nächste Phase geplant.

Klimatisierung. Drei Viessmann Split-Geräte laufen als eigenständiges System; die TapHome-Steuerung ergänzen wir in der nächsten Phase.

Schalter. Die schwarzen Zwei-Tasten-Schalter von NIKO wählte der Bauherr bei der Planung 2021, als TapHome noch keine eigenen Touch-Schalter hatte. Einige Räume wurden lokal durch 4UI2DO-Module ergänzt. Die neuen Wellnessbereiche (2027–2030) erhalten dann bereits TapHome Touch-Schalter.

Sicherheit. Die Paradox-Alarmanlage und die HIKVISION-Kameras werden in TapHome eingebunden: Auslösen der Außenbeleuchtung bei Bewegung, Pausieren der Bewässerung, wenn die Kameras die Familie im Garten erkennen, und Verknüpfung mit der Alarmzone.

Phasierung als Konzept

Das Haus wächst seit vier Jahren und wird voraussichtlich 2027–2028 vollständig fertiggestellt. In der hinteren Grundstückshälfte wird in der Phase 2027–2030 der Wellnessbereich mit Schwimmbad ergänzt. Reservekapazität im System für künftige Erweiterungen, der TapHome Core als zentrale Intelligenz und die modulare Philosophie des Systems sorgen dafür, dass sich jede neue Phase ohne Umbauten einfügt. Für CABELLAN ist das ein Projekt, das mit dem Kunden wächst — und für den Kunden ein Haus, das mit ihm reift und Schritt für Schritt neue Funktionen hinzugewinnt.

„Die schönsten Projekte sind die, bei denen man mit dem Kunden träumen kann — gemeinsam Dinge ins System ergänzen, an die er vorher nicht einmal gedacht hätte.“

— Martin Šustr, CABELLAN s.r.o.

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