
Die Sistema-Home 4..18(T) ist eine Zweikreis-Wärmepumpe, die über Modbus RTU (RS-485) kommuniziert. Die TapHome-Vorlage bietet Betriebsmodussteuerung mit Heiz-, Kühl- und Warmwassermodi, Sollwertregelung für Heiz- und Kühlkreis, Warmwasser-Sollwert und umfassende Überwachung von Wassertemperaturen, Kältemitteldrücken, Ventilator- und Pumpendrehzahlen sowie Wasserdurchfluss. Die Vorlage meldet außerdem 80+ Fehlercodes vom Wärmepumpenregler über Bitfeld-Register.
Der Regler basiert wahrscheinlich auf einer CAREL pCO-Plattform (typisch für italienische OEM-Wärmepumpen). Die Registerkarte ist proprietär und alle technischen Informationen in dieser Vorlage stammen ausschließlich aus der XML-Vorlage — vom Hersteller ist keine öffentliche Dokumentation verfügbar.
Hardwareverbindung
Die Sistema-Home 4..18(T) wird über ein Modbus RTU CCU Gateway per RS-485 Serienbus mit TapHome verbunden. Die Standard-Kommunikationsparameter sind 9600 Baud, 8 Datenbits, gerade Parität, 1 Stoppbit, Slave-ID 1.
Verbinden Sie die RS-485-Verkabelung zwischen dem Modbus-Port der Wärmepumpe und dem TapHome Modbus RTU CCU:
- A+ an der Wärmepumpe → A+/D+ am TapHome RS-485
- B- an der Wärmepumpe → B-/D- am TapHome RS-485
- GND → GND (erforderlich für zuverlässige Kommunikation)
Die GND-Leitung muss zwischen der Wärmepumpe und dem TapHome-Gateway verbunden sein. Ohne ordnungsgemäße Erdung sind Modbus-Kommunikationsfehler wahrscheinlich, besonders bei längeren Kabelstrecken.
Konfiguration
Fernschreibfreigabe
Die Vorlage aktiviert automatisch den Fernschreibzugriff bei jedem Abfragezyklus durch Setzen von Bit 0 des Registers H:7201. Das bedeutet, dass die Wärmepumpe Sollwert- und Modusänderungen von TapHome akzeptiert, sobald die Vorlage importiert ist — eine manuelle Konfiguration dieses Registers ist nicht erforderlich.
Kommunikationsparameter
Überprüfen Sie, dass die folgenden Einstellungen zwischen Wärmepumpe und TapHome übereinstimmen:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Baudrate | 9600 |
| Datenbits | 8 |
| Parität | Gerade |
| Stoppbits | 1 |
| Slave-ID | 1 (Standard) |
Wenn die Slave-ID an der Wärmepumpe von 1 abweicht, aktualisieren Sie den Slave-ID-Importparameter in TapHome entsprechend.
Gerätefunktionen
Betriebsmodussteuerung
Das Gerät Active Mode wählt den Betriebsmodus der Wärmepumpe. Verfügbare Modi:
| Wert | Modus | Beschreibung |
|---|---|---|
| 0 | Stand by | Wärmepumpe im Ruhezustand |
| 1 | Cool | Nur Kühlung |
| 2 | Heat | Nur Heizung |
| 4 | Sanitary | Nur Warmwasserbereitung |
| 5 | Cool+DHW | Kühlung mit Warmwasser |
| 6 | Heat+DHW | Heizung mit Warmwasser |
Die Moduswerte 3, 7, 8 und 9 sind in der Vorlage definiert, haben aber keine aussagekräftigen Namen — sie erscheinen als Platzhalterziffern und sind möglicherweise reserviert oder bei dieser Reglervariante ungenutzt.
Eine Service-Aktion DHW (Sanitary) Setpoint am Gerät Active Mode ermöglicht das Einstellen der Warmwasser-Zieltemperatur (Bereich 25–55 °C).
Sollwertregelung
Zwei Thermostatgeräte steuern die Heiz- und Kühlsollwerte:
- Heat Setpoint — Lesen/Schreiben des Heizsollwerts (H:1002). Die aktuelle Referenztemperatur ist der Mischspeicherfühler (H:440).
- Cool Setpoint — Lesen/Schreiben des Kühlsollwerts (H:1001). Verwendet dieselbe Mischspeichertemperatur als aktuellen Wert.
Beide Sollwerte verwenden eine ×10-Konvertierung (z. B. Registerwert 350 = 35,0 °C).
Temperaturüberwachung
Sechs Temperatursensoren bieten thermische Überwachung im gesamten System:
- Outside Temperature — Außentemperatur (H:428, Abfrage alle 30 s)
- Plant Temperature (Mixing Tank) — Puffer-/Mischspeichertemperatur (H:440), wird auch als aktuelle Referenztemperatur für beide Thermostate verwendet
- Water Inlet Temperature — Wärmetauscher-Wassereinlasstemperatur (H:400)
- Water Outlet Temperature — Wärmetauscher-Wasserauslasstemperatur (H:401)
- DHW Temperature — Warmwasserspeichertemperatur (H:405), mit Fehlererkennung (meldet eine Warnung, wenn der Sensor “Not configured” oder “Fault” liest)
- Compressor Discharge Temperature — Druckgastemperatur Verdichter 1 (H:433), mit 7 Serviceattributen für die Druckgastemperaturen aller Verdichter in beiden Kältemittelkreisen
Das Vorlagengerät mit dem Namen “Compressor inhalation” liest tatsächlich Register H:433, was laut Registerkarte dem Druckgas des Verdichters 1 entspricht. Das tatsächliche Sauggasregister des Verdichters (H:422) wird nicht als primäres Gerät bereitgestellt. Der Anzeigename in TapHome spiegelt die korrigierte Funktion wider (Compressor Discharge Temperature).
Kältemitteldrucküberwachung
Zwei Drucksensoren überwachen die Kältemittelkreise:
- High Pressure — Kältemittel-Hochdruck in bar (H:406), mit Serviceattribut für Kreis 2 (H:20406)
- Low Pressure — Kältemittel-Niederdruck in bar (H:414), mit Serviceattribut für Kreis 2 (H:20414)
Ventilator- und Pumpendrehzahl
- Fan Speed — Ventilatordrehzahl nur lesbar in Prozent (H:7000, ÷1000-Konvertierung)
- Pump Speed — Umwälzpumpendrehzahl nur lesbar in Prozent (H:7001, ÷1000-Konvertierung)
Wasserdurchfluss
Der Sensor Water Flow Rate misst den Systemwasserdurchfluss in l/min (H:444). Er enthält Fehlererkennung — eine Warnung wird ausgelöst, wenn der Sensor “Not configured” (32766) oder “Fault” (32767) meldet.
Das Serviceattribut des Water Flow Rate-Status liest Register H:405 (das Warmwassertemperatur-Register) statt H:444. Dies scheint ein Vorlagenfehler zu sein — der Status spiegelt möglicherweise nicht genau den Zustand des Durchflusssensors wider.
Verdichter-Laufzeitüberwachung
Sechs Serviceattribute auf Modulebene erfassen die Betriebsstunden der Verdichter:
- Compressor 1/2/3 Runtime — kumulative Stunden für Verdichter in Kreis 1 (H:305, H:307, H:309)
- Compressor 1/2/3 Runtime (Circuit 2) — kumulative Stunden für Verdichter in Kreis 2 (H:313, H:315, H:317)
Fehlerüberwachung
Das Modul-ReadScript überwacht Register H:950 bis H:956 (7 Bitfeld-Register) und meldet 80+ verschiedene Fehler- und Warncodes. Wichtige Fehlerkategorien:
- Kältekreisstörungen — Hochdruck (E001), Niederdruck (E002), Frost (E005)
- Thermischer Schutz — Verdichter (E003, E013, E023), Ventilator (E004, E014, E024), Pumpe (E016, E026)
- Temperaturstörungen — hohe Druckgastemperatur (E009, E019, E029), Übertemperatur (E018), inkonsistente Temperaturen (E041)
- Warmwasserstörungen — schlechter Wärmeaustausch (E042), Speicherüberhitzung (E050), Anti-Legionellen-Status (E060/E061)
- Sensorfehler — Sondenfehler für bis zu 11 Sonden über 3 I/O-Module (E611–E713)
- Wechselrichterstörungen — Kommunikationsfehler, Hardwarefehler, Überstrom, Überhitzung, Spannungsfehler, Phasenfolge-Fehler, EEPROM-Fehler für bis zu 3 Wechselrichter (E801–E973)
- I/O-Modulstörungen — Modul 1/2 getrennt (E101, E102)
Weitere Funktionen
Der Wärmepumpenregler stellt außerdem ein Sauggastemperatur-Register (H:422) und ein Fernschreibfreigabe-Flag (H:7201) bereit, das automatisch von der Vorlage verwaltet wird. Diese können in einem zukünftigen Vorlagen-Update als eigenständige Geräte hinzugefügt werden, wenn eine direkte Überwachung der Sauggastemperatur benötigt wird.
Fehlerbehebung
Keine Modbus-Kommunikation
- RS-485-Verkabelung prüfen — A+ auf A+, B- auf B-, GND verbunden
- Kommunikationsparameter bestätigen: 9600 Baud, 8E1, Slave-ID 1
- Kabellänge und Terminierung prüfen — bei langen Strecken kann ein 120-Ohm-Abschlusswiderstand am letzten Gerät auf dem Bus erforderlich sein
- Sicherstellen, dass die Modbus-Schnittstelle am Wärmepumpenregler aktiviert ist (Reglermenü vor Ort konsultieren)
Sensoren zeigen “Not configured”-Warnung
Register, die den Spezialwert 32766 zurückgeben, zeigen einen Sensor an, der am Wärmepumpenregler nicht angeschlossen oder konfiguriert ist. Dies ist bei optionalen Sensoren zu erwarten (z. B. Warmwasserfühler an Geräten ohne Warmwasserspeicher). Die Warnung kann in TapHome bestätigt werden.
Modusänderungen werden nicht wirksam
- Überprüfen, dass das Gerät Active Mode nach dem Schreiben den erwarteten Modus anzeigt — Leseregister (H:200) und Schreibregister (H:7200) sind getrennt, daher kann eine kurze Verzögerung auftreten
- Prüfen, ob am Wärmepumpenregler eine lokale Übersteuerung oder Sperrung aktiv ist
- Das Fernschreibfreigabe-Flag (H:7201 Bit 0) wird automatisch von der Vorlage gesetzt — bei Kommunikationsunterbrechung wird es beim nächsten Abfragezyklus erneut aktiviert