
Die Sinclair S-Therm Ontario (Serie SMH-xxxIRB) ist eine DC-Inverter-Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpe, die über Modbus RTU über RS-485 mit TapHome verbunden wird. Die Vorlage bietet umfassende Steuerung von Heizung, Kühlung, Warmwasserbereitung, Fußbodenheizung-Inbetriebnahme, Desinfektion und witterungsgeführtem Betrieb. Die Wärmepumpe verwendet das Kältemittel R32 und ist in 1-Phasen- (4–16 kW) und 3-Phasen-Varianten (10–16 kW) erhältlich.
Die Vorlage stellt 38 Geräte bereit, die Temperatursensoren, Sollwertsteuerungen, Betriebsmodi, Timerfunktionen und Außeneinheit-Diagnose mit Überwachung von 50+ Fehler- und Schutzspulen abdecken.
Hardware-Anschluss
Übersicht der Inneneinheit-Platine

Die Platine der Inneneinheit verfügt über 4 RS-485-Anschlüsse für die Modbus-Kommunikation:
| Anschluss | Typ | Pinbelegung |
|---|---|---|
| CN1 | RS-485 mit 12V (4-Pin) | 1: +12V, 2: B, 3: A, 4: GND |
| CN2 | RS-485 ohne 12V (4-Pin) | 1: B, 2: A |
| CN3 | RS-485 ohne 12V (3-Pin) | B, A |
| CN4 | RS-485 mit 12V (4-Pin) | 1: GND, 2: B, 3: A, 4: +12V |
Für TapHome: Verwenden Sie Anschluss CN3 (3-Pin, RS-485 ohne 12V) oder CN2 (4-Pin, RS-485 ohne 12V) für die BMS-Verbindung zum TapHome Core:
- B → B-/D- am TapHome RS-485
- A → A+/D+ am TapHome RS-485
RS-485-Schnittstelle des kabelgebundenen Reglers
Der kabelgebundene Regler bietet zwei Kommunikationsschnittstellen:
| Schnittstelle | Typ | Pinbelegung | Verwendung |
|---|---|---|---|
| 1 — BMS | 2-Draht, AWG24 Twisted Pair | 1: B, 2: A | Anschluss an BMS/TapHome über RS-232-zu-RS-485-Konverter |
| 2 — +12VDC | 4-Draht, AWG24, max. 8m | 1: +12VDC, 2: B, 3: A, 4: GND | Geräte-Kommunikationsleitung (vom Gerät versorgt) |
Wichtig — Schnittstelle 1 gibt RS-485-Signale aus. Bei Anschluss über den BMS-Port des kabelgebundenen Reglers ist ein RS-232-zu-RS-485-Konverter erforderlich. Für direkten RS-485-Anschluss verwenden Sie die Platinenanschlüsse der Inneneinheit (CN1–CN4).
Technische Spezifikationen
- Kommunikation: Modbus RTU, RS-485
- Baudrate: 9600, keine Parität, 1 Stoppbit
- Slave-ID-Bereich: 1–253 (Standard 1)
- Kabel: AWG24 Twisted Pair, Klasse V
- Protokoll: Read Multiple Coils (0x01), Read Multiple Registers (0x03), Write Multiple Coils (0x0F), Write Multiple Registers (0x10)
Konfiguration
Modbus-Adresse einstellen
Die Modbus Slave ID wird über den Touchscreen des kabelgebundenen Reglers konfiguriert:
- Regler einschalten, COMMISSION drücken, um die COMMISSION-Seite aufzurufen
- FUNCTION drücken, um zur FUNCTION-Seite zu gelangen
- Next (ganz rechts) drücken, um zu FUNCTION Seite 4/4 zu navigieren, wo “Address” angezeigt wird
- Address auswählen und mit + / - den gewünschten Wert einstellen (Bereich 1–253, Standard 1)
- OK drücken zum Speichern


Adressen 0 und 126 können nicht verwendet werden. Adresse 0 ist für Broadcast reserviert (wird von allen Einheiten empfangen) und Adresse 126 ist reserviert.
Kommunikationshinweise
- Betriebsmodi können nur geändert werden, wenn die Einheit AUS ist
- Bei reinen Heizgeräten sind die Einstellungen “Kühlung” und “Kühlung+Warmwasser” wirkungslos
- Wenn kein Warmwasserspeicher verfügbar ist, sind die Modi “Warmwasser”, “Kühlung+Warmwasser” und “Heizung+Warmwasser” wirkungslos
- Parameteränderungen mit aktivierter Speicherfunktion wirken sofort, werden aber erst nach 30 Minuten gespeichert
Gerätefunktionen
Ein-/Aus und Betriebsmodus
- EIN/AUS (H:42) — schaltet die Wärmepumpe ein oder aus. Verwendet spezielle Kodierung: 0xAA (170) = EIN, 0x55 (85) = AUS. Der EIN/AUS-Status wird von mehreren Geräten gemeinsam genutzt (Urlaubsmodus, Manuelle Abtauung und Fußboden-Debug prüfen ihn vor Änderungen)
- Betriebsmodus (H:2) — wählt Heizung, Warmwasser, Kühlung+Warmwasser, Heizung+Warmwasser oder Kühlung. Modi können nur bei ausgeschalteter Einheit gewechselt werden. Die Vorlage warnt, wenn ein Wassermodus gewählt wird, aber kein Speicher verfügbar ist
Temperatursollwerte
Die Vorlage bietet separate Sollwerte für jedes Steuerungsszenario:
- Vorlauftemperatur-Sollwert Heizung (H:10) — Ziel-Vorlauftemperatur für Heizung, 20–60°C (Hochtemperatur) oder 20–55°C (Niedertemperatur), Standard 45°C
- Vorlauftemperatur-Sollwert Kühlung (H:9) — Ziel-Vorlauftemperatur für Kühlung, 7–25°C, Standard 18°C
- Raumtemperatur-Sollwert Heizung (H:12) — Ziel-Raumtemperatur für Heizung, 18–30°C, Standard 20°C (nur aktiv wenn Regelungsart auf T-room steht)
- Raumtemperatur-Sollwert Kühlung (H:11) — Ziel-Raumtemperatur für Kühlung, 18–30°C, Standard 24°C (nur aktiv wenn Regelungsart auf T-room steht)
- Regelungsart (C:17) — wechselt zwischen Vorlauftemperaturregelung (T-water out) und Raumtemperaturregelung (T-room). Hat ein Serviceattribut, das anzeigt, ob ein Fernraumsensor installiert ist (C:33), und eine Serviceaktion zur Konfiguration
Temperaturüberwachung
Die Vorlage liest 9 Temperatursensoren der Wärmepumpe, alle mit ÷10-Konvertierung aus Rohregisterwerten:
- Außentemperatur (H:118) — Umgebungslufttemperatur
- Vorlauftemperatur (H:125) — Wassertemperatur am Ausgang des Plattenwärmetauschers
- Rücklauftemperatur (H:127) — Wassertemperatur am Eingang des Plattenwärmetauschers
- Gasrohrtemperatur (H:130) — Kältemittel-Dampfleitungstemperatur
- Flüssigkeitsrohrtemperatur (H:131) — Kältemittel-Flüssigkeitsleitungstemperatur
- Hochdruck (H:124) — Verdichter-Hochdruck als Sättigungstemperaturäquivalent
- Optionaler Wassersensor (H:126) — optionaler Wassertemperatursensor-Wert
- Fern-Raumtemperatur (H:129) — Fernraumsensor-Wert (warnt wenn Fernsensor nicht verfügbar)
- Warmwasserspeicher (H:128) — aktuelle Speichertemperatur mit Sollwertsteuerung (H:13, Bereich 40–80°C)
Warmwasserspeicher
Warmwasserspeicher liest die aktuelle Speichertemperatur (H:128, ÷10) und steuert die Solltemperatur (H:13, Bereich 40–80°C, Standard 50°C). Das ReadScript überwacht, ob ein Speicher installiert ist (C:29) und prüft auf Sensorfehler (C:156).
Sechs Serviceattribute bieten zusätzliche Überwachung:
- Speicherheizstab-Status, Heizstab-Logik, Logik anderer Wärmequelle
- Delta-T Warmwasser (2–8°C), Priorität Kühlung+Warmwasser, Priorität Heizung+Warmwasser
Vier Serviceaktionen ermöglichen die Konfiguration der Heizstab-Logik, des Warmwasser-Temperaturdifferentials und der Modusprioritäten.
Temperaturdifferentiale
Drei Thermostatgeräte steuern die Hysteresebänder:
- Delta-T Kühlung (H:29) — Kühltemperaturdifferential, 2–10°C, Standard 5°C
- Delta-T Heizung (H:30) — Heiztemperaturdifferential, 2–10°C, Standard 10°C
- Delta-T Raumtemperatur (H:32) — Raumtemperaturdifferential, 1–5°C, Standard 2°C
Witterungsgeführter Betrieb
Witterungsgeführter Betrieb (C:22) aktiviert die automatische Anpassung der Sollwerte basierend auf der Außentemperatur. Bei Aktivierung werden Heiz- und Kühlsollwerte anhand von Heizkurven neu berechnet.
Sechs Serviceattribute zeigen die aktuellen Kurvenparameter:
- AT-Heat / AT-Cool — untere/obere Grenze der Außentemperatur
- RT-Heat / RT-Cool — untere/obere Grenze der Raumtemperatur
- WT-Heat / WT-Cool — untere/obere Grenze der Wassertemperatur
Timer und Zeitplanung
- Wochentimer (C:8) — aktiviert/deaktiviert den Wochenzeitplan
- Uhrtimer (C:9) — aktiviert/deaktiviert die Uhrtimerfunktion
- Temperaturtimer (C:10) — aktiviert/deaktiviert die temperaturbasierte Timerfunktion
Komfort- und Energiefunktionen
- Leise-Modus (C:21) — reduziert Betriebsgeräusche durch automatische Verdichter- und Lüfterdrehzahlregelung. Verfügbar in Kühl-, Heiz- und Warmwassermodus
- Schnelle Warmwasserbereitung (C:18) — betreibt Wärmepumpe und Speicherheizstab gleichzeitig für schnellere Warmwasserbereitung
- Solarheizung (C:16) — aktiviert Solarheizungspriorität zur Energieeinsparung. Warnt wenn Solar nicht verfügbar. Hat ein Serviceattribut und eine Aktion zur Konfiguration der Solarverfügbarkeit (C:31)
- Urlaubsmodus (C:34) — hält Innen-/Wassertemperatur im Bereich zur Frostschutzprävention. Nur für Heizung. Erfordert System AUS
- Notbetrieb (C:26) — aktiviert Notheizung nur über Heizstab bei Ausfall der Außeneinheit
Heizstab- und Hilfskonfiguration
- Optionaler Heizstab (H:3) — konfiguriert die Anzahl der Zusatzheizstäbe: 1 Satz, 2 Sätze oder Aus
- Heizstab-Aktivierungstemperatur (H:14) — Außentemperaturschwelle für Heizstab-Aktivierung, -20 bis 18°C, Standard -15°C
Thermostat
- Thermostatkonfiguration (H:39) — konfiguriert den Anschlusstyp des externen Thermostats: Ohne, Luft oder Luft+Warmwasser
- Thermostatstatus (H:132) — liest die Anforderung des externen Thermostats: Kühlung, Heizung oder Aus
Fußbodenheizung-Inbetriebnahme
Fußbodenheizung-Inbetriebnahme (C:25) steuert den Vorheizprozess für die erstmalige Nutzung der Fußbodenheizung. Das System muss vor der Aktivierung AUS sein.
Vier Serviceattribute überwachen den Inbetriebnahme-Prozess:
- Fußboden-Debug-Segmente (1–10 Abschnitte), Periode-1-Temperatur (25–35°C)
- Delta-T des Segments (2–10°C), Segmentzeit (12–72 Stunden)
Sechs Serviceaktionen steuern den Prozess: Aktivieren, Starten, Stoppen und Konfiguration der einzelnen Parameter.
Desinfektion
Desinfektion (H:135 Lesen / C:23 Schreiben) steuert den Desinfektionszyklus des Wassersystems mit Statusmeldung: Aus, Läuft, Fertig oder Fehlgeschlagen. Ein Serviceattribut zeigt den Desinfektionstemperatur-Sollwert (H:4, Bereich 40–70°C, Standard 70°C), und drei Serviceaktionen ermöglichen das Einstellen der Temperatur, Starten und Stoppen des Zyklus.
Wartungsfunktionen
- Manuelle Abtauung (C:36) — löst einen manuellen Abtauzyklus aus. Erfordert System AUS
- Erzwungener Modus (H:40) — nur für Kältemittelrückgewinnung und Debugging: Erzwungene Kühlung, Erzwungene Heizung oder Aus
- Entlüftung (H:41) — entlüftet das Wassersystem: Luft, Speicher oder Aus
Außeneinheit-Diagnose
Außeneinheit-Status (H:117) meldet den aktuellen Einheitsstatus: Kühlung, Heizung, Warmwasser oder Aus. Das ReadScript überwacht 38 Fehler- und Schutzspulen in drei Gruppen:
Außeneinheit-Fehler (C:88–C:109): Umgebungs-/Abtau-/Hochdruck-/Saugsensorfehler, Lüfterfehler, Hoch-/Niederdruckschutz, Leistungs-DIP-Einstellungsfehler, Economizer-Sensorfehler, wiederherstellbarer/nicht wiederherstellbarer Systemschutz, Strömungswächterschutz, 4-Wege-Ventilfehler
Antriebs-/Verdichterfehler (C:128–C:151): DC-Busspannungsfehler, AC-Stromschutz, IPM-/PFC-Fehler, Startfehler, Phasenverlust, Verdichterüberstrom, Überdrehzahl, Desynchronisierung, Blockierung, Antriebskommunikationsfehler, Radiator-/IPM-Übertemperatur, Ladeschaltungsfehler, AC-Eingangsspannungsfehler
Inneneinheit-Sensorfehler: Kondensator-/Heizstab-/Kältemittelflüssigkeits-/Dampf-/Speichersensorfehler, Fernraumsensorfehler
Zwölf Serviceattribute bieten Überwachung auf Komponentenebene:
- Verdichterstatus, Lüfterstatus, 4-Wege-Ventilstatus
- Kurbelgehäuseheizung, Wannenheizung, Abtaustatus, Ölrücklaufstatus
- T-Hochdruck, T-Abtauung, T-Saugen, T-Economizer Ein/Aus (alle ÷10 °C)
Serviceattribute und -aktionen auf Modulebene
Das Modul stellt 11 Serviceattribute zur Überwachung der Systemkonfiguration bereit:
- T-HP max — maximale Wärmepumpen-Vorlauftemperatur (40–55°C)
- Kühl-/Heizlaufzeit — minimale Verdichterlaufzeit pro Modus
- Wasserpumpen-Status — Wasserpumpe der Inneneinheit Ein/Aus
- Andere Wärmequelle — ob eine andere Wärmequelle aktiviert ist, mit Logikmodus und Einschalttemperatur
- Status andere Wärmequelle — Ein/Aus
- Optionale Heizstab-Logik — Logik-Modus des Heizstabs
- Strombegrenzungswert — maximaler Strombegrenzungswert (0–50 A)
- Leistungsbegrenzung — Leistungsbegrenzung in kW (Registerwert × 10)
Zehn Serviceaktionen ermöglichen die Konfiguration dieser Parameter plus eine Fehler-Reset-Aktion (H:44) zum Löschen von Störungen.
Weitere Funktionen
Die Wärmepumpe stellt auch Register für die Torkarten-Steuerung (C:11), Kältemittelrückgewinnung (C:35), manuelle 2-Wege-Ventilsteuerung (C:37), Rücklesen der Fußboden-Debug-Temperatur und Restzeit (H:133–H:136), witterungsgeführt berechneten Sollwert (H:137) und Verdichter-Soll-/Ist-Frequenz (H:142–H:143) bereit. Kommunikationsfehler-Spulen zwischen kabelgebundenem Regler und Innen-/Außeneinheit und Antrieb (C:64–C:66) sind ebenfalls verfügbar. Diese können in einem zukünftigen Vorlagen-Update hinzugefügt werden.
Fehlerbehebung
Keine Modbus-Kommunikation
- RS-485-Kabel prüfen:
- B-Leitung korrekt an B-/D- am TapHome angeschlossen
- A-Leitung korrekt an A+/D+ am TapHome angeschlossen
- Bei Verwendung von Schnittstelle 1 des kabelgebundenen Reglers sicherstellen, dass ein RS-232-zu-RS-485-Konverter installiert ist
- Modbus Slave-Adresse am kabelgebundenen Regler überprüfen (COMMISSION → FUNCTION 4/4 → Address)
- TapHome-Einstellungen bestätigen: 9600 Baud, keine Parität, 1 Stoppbit
- Versuchen Sie die Platinenanschlüsse der Inneneinheit (CN1–CN4) direkt statt des BMS-Ports des kabelgebundenen Reglers zu verwenden
Moduswechsel funktionieren nicht
- Prüfen Sie, ob die Einheit AUS ist, bevor Sie den Betriebsmodus ändern — Moduswechsel sind während des Betriebs gesperrt
- Prüfen Sie, ob ein Warmwasserspeicher installiert ist (C:29), wenn Warmwasser, Kühlung+Warmwasser oder Heizung+Warmwasser gewählt wird
- Bei reinen Heizgeräten sind die Modi Kühlung und Kühlung+Warmwasser wirkungslos
Urlaubsmodus / Manuelle Abtauung aktiviert sich nicht
- Die Einheit muss AUS (H:42 = 0x55) sein, bevor diese Funktionen aktiviert werden können
- Das WriteScript der Vorlage prüft den EIN/AUS-Status und zeigt eine Warnung wenn das System eingeschaltet ist
Sensorfehler in TapHome angezeigt
- Prüfen Sie die spezifische Fehlerspule in den Serviceattributen des Außeneinheit-Status
- Bei Sensorfehler der Inneneinheit (C:152–C:160) die entsprechenden Temperatursensor-Anschlüsse auf der Platine inspizieren
- Verwenden Sie die Serviceaktion Fehler-Reset (H:44) zum Löschen behebbarer Störungen nach Behebung des Problems
