
Der Shelly Flood ist ein batteriebetriebener (CR123A) Wi-Fi-Wasserlecksensor. TapHome kommuniziert mit dem Gerät über MQTT — das empfohlene Protokoll für batteriebetriebene Shelly-Geräte, da der Sensor die meiste Zeit schläft und Daten nur bei Wake-up-Ereignissen sendet.
Die Vorlage unterstützt bis zu 5 Shelly Flood Sensoren pro Modul. Jede Sensorinstanz wird durch eine sensorN_topic-Benutzervariable identifiziert, die auf die MQTT Client ID des Geräts zeigt.
Konfiguration
Geräte-ID
Jeder Shelly Flood hat eine eindeutige MQTT Device ID im Format shellyflood-<MAC6>, wobei <MAC6> die letzten 6 Zeichen der MAC-Adresse in Kleinbuchstaben-Hex sind (z. B. shellyflood-112233).
Die Device ID lässt sich finden:
- Auf dem Geräteaufkleber (MAC-Adresse)
- In der Shelly Web-UI: Settings → Device Info
- Per API:
GET http://<device-ip>/settings→ Feldmqtt.id
Dieses Gerät unterstützt mDNS-Erkennung. Statt einer IP-Adresse kann der Hostname
shellyflood-{MAC}.localbei der TapHome-Konfiguration verwendet werden.{MAC}durch die letzten 6 Zeichen der MAC-Adresse in Kleinbuchstaben-Hex ersetzen (z. B.shellyflood-112233.local). Ein Hostname verhindert Verbindungsprobleme, wenn sich die IP-Adresse des Geräts ändert.
Vorlage einrichten
Nach dem Import der Vorlage in TapHome:
- Das Modul Shelly Flood MQTT öffnen
- MQTT Broker IP und Port einstellen (Standard
1883) - Für jede Sensorinstanz die Benutzervariable
sensorN_topicauf die Device ID des entsprechenden Shelly Flood setzen (z. B.shellyflood-112233)
Das Modul abonniert shellies/# und die Listener-Skripte filtern Nachrichten nach dem konfigurierten Topic-Präfix.
Nur die tatsächlich genutzten Sensor-Slots konfigurieren. Unkonfigurierte Slots (mit dem Standardwert
shellyflood-deviceid) zeigen eine Fehlermeldung, die zur Eingabe des korrekten Topics auffordert.
Gerätefunktionen
Wasserleckerkennung
Jede Sensorinstanz wird in TapHome als Reed-Kontakt-Gerät abgebildet. Der Flood-Zustand wird aus dem Topic shellies/<id>/sensor/flood gelesen:
true→ Alarm (Wasser erkannt)false→ OK (trocken)
Der Sensor wacht auf und sendet seinen Zustand, wenn Wasser erkannt wird oder verschwunden ist, sowie während periodischer Meldeintervalle.
Batterie- und Temperaturüberwachung
Jede Sensorinstanz stellt zwei Serviceattribute bereit:
- Batterie — Batteriestand in Prozent, gelesen aus
shellies/<id>/sensor/battery. Eine Niedrigbatterie-Warnung wird ausgelöst, wenn der Stand unter 20 % fällt. - Temperatur — Umgebungstemperatur in °C, gelesen aus
shellies/<id>/sensor/temperature.
Beide Attribute sind schreibgeschützt und werden aktualisiert, sobald der Sensor aufwacht und Daten sendet.
Weitere Funktionen
Der Shelly Flood sendet außerdem einen Online/Offline-Status über das MQTT Last Will and Testament (LWT)-Topic sowie eine vollständige JSON-Statusmeldung (Firmware ≥ 1.8.0). Eine rain_sensor-Einstellung ist verfügbar, die die Flood-Erkennungslogik für die Regenerkennung im Außenbereich umkehrt. Diese Funktionen können in einem zukünftigen Vorlagen-Update ergänzt werden.
Fehlerbehebung
Sensor meldet keine Daten
- Prüfen, ob der Shelly Flood mit Wi-Fi verbunden ist und MQTT in den Geräteeinstellungen aktiviert ist
- Sicherstellen, dass die Benutzervariable
sensorN_topicexakt mit der Device ID übereinstimmt (z. B.shellyflood-112233) - Falls die MQTT-Broker-Adresse geändert wurde, den mDNS-Hostnamen (
shellyflood-AABBCCDDEE.local) verwenden, um zu prüfen, ob der Sensor im Netzwerk erreichbar ist - Mit einem MQTT-Client (z. B. MQTT Explorer)
shellies/#abonnieren und verifizieren, dass der Sensor beim Aufwachen Nachrichten sendet
Flood-Alarm wird nicht ausgelöst
- Sicherstellen, dass die Sensorkontakte an der Unterseite des Geräts sauber und nicht verdeckt sind
- Durch Ablegen des Sensors auf einer nassen Oberfläche testen — das Gerät sollte innerhalb von Sekunden
trueauf dem Topic/sensor/floodsenden - In TapHome den Zustand des Reed-Kontakt-Geräts prüfen — 1 = Alarm, 0 = OK
Batterie wird schnell leer
- Der Shelly Flood ist auf lange Batterielebensdauer ausgelegt (CR123A, typisch 1–2 Jahre je nach Meldeintervall)
- Häufige Wake-ups (z. B. durch instabiles Wi-Fi mit wiederholten Verbindungsversuchen) können die Batterie schneller entleeren
- Auf ein starkes Wi-Fi-Signal am Sensorstandort achten
Gen1-Shelly-Geräte unterstützen kein MQTT über TLS. Die Kommunikation zwischen Sensor und MQTT-Broker ist unverschlüsselt (plain MQTT, Port 1883). Den MQTT-Broker nur in einem vertrauenswürdigen lokalen Netzwerk betreiben.