
Die Midea M-Thermal A Series Split (R32) ist eine Inverter-Wärmepumpe bestehend aus einer Außeneinheit und einem Hydraulikmodul. Das System kommuniziert mit TapHome über Modbus RTU auf RS-485 mit 9.600 Baud und stellt Holding-Register für Steuerung und Überwachung bereit. Die Vorlage ermöglicht Ein-/Ausschalten von Heizung und Warmwasser, Betriebsmodusauswahl, Warmwasser-Thermostat, Temperatursensoren, Kompressordiagnostik und Kältemitteldrucküberwachung.
Dieselbe Modbus-Registerkarte wird von OEM-Klonen verwendet, darunter Wärmepumpen von Hyundai, Concept, Hajdu, Immergas und Clivet Swan. Die Vorlage ist mit diesen Geräten kompatibel, sofern dieselbe kabelgebundene Steuerung und dasselbe Hydraulikmodul verwendet werden.
Die Modbus-Registerkarte für dieses Gerät stammt aus Community-Quellen (Home Assistant Community). Die Registeradressen wurden von mehreren Nutzern verifiziert, sind jedoch von Midea nicht offiziell dokumentiert.
Hardwareanschluss
RS-485-Verdrahtung
Die Modbus RS-485-Verbindung wird über die Ports H1 und H2 auf der PCB der kabelgebundenen Steuerung bereitgestellt. Die kabelgebundene Steuerung muss mit dem Hydraulikmodul verbunden sein, um vollen Modbus-Datenzugriff zu erhalten.
Verbinden Sie die RS-485-Signalleitungen:
| Signal | Richtung | Port |
|---|---|---|
| BUS1 (A+) | <-> | H2 |
| BUS2 (B-) | <-> | H1 |
Wichtig — kabelgebundene Steuerung erforderlich
Die kabelgebundene Steuerung muss mit dem Hydraulikmodul verbunden sein, damit die Modbus-Kommunikation funktioniert. Ohne die kabelgebundene Steuerung sind die Register über RS-485 nicht erreichbar.
Technische Spezifikationen
- Protokoll: Modbus RTU Slave, RS-485
- Baudrate: 9.600, keine Parität, 1 Stoppbit, 8 Datenbits
- Standard Slave-ID: 1 (Drehschalter S3, Position 0)
- Modelle: MHA-V4W bis MHA-V16W (4–16 kW), Varianten D2N8-B und D2RN8-B
- Hydraulikmodul: HB-A60/A100/A160/CGN8-B
Konfiguration
Slave-Adresse (Drehschalter S3)
Die Modbus-Slave-Adresse wird über den Drehschalter S3 auf der Haupt-PCB des Hydraulikmoduls eingestellt. Position 0 entspricht Slave-Adresse 1.

Wichtige Komponenten auf der Hydraulikmodul-PCB:
- S3 (Bezeichnung 2) — Drehschalter für Modbus-Slave-Adresse
- CN14 (Bezeichnung 21) — Kommunikation mit der kabelgebundenen Steuerung
- CN19 (Bezeichnung 20) — Kommunikation zwischen Innen- und Außeneinheit
- CN30 (Bezeichnung 22) — Kommunikation mit kabelgebundener Steuerung und parallelen internen Geräten
- DIS1 (Bezeichnung 3) — Digitaldisplay für Fehlercodes
Modbus-Kommunikation aktivieren
- Gesamtes Wärmepumpensystem von der Stromversorgung trennen
- Rückwand der kabelgebundenen Steuerung entfernen
- RS-485 A- und B-Leitungen an Ports H1 und H2 der kabelgebundenen Steuerung anschließen
- PCB des Hydraulikmoduls zugänglich machen
- Sicherstellen, dass Drehschalter S3 auf der gewünschten Position steht (Position 0 = Slave-Adresse 1)
- Wärmepumpensystem einschalten
Bei der Konfiguration des TapHome-Moduls Modbus RTU mit 9.600 Baud, keine Parität, 1 Stoppbit, 8 Datenbits verwenden. Die Standard-Slave-ID ist 1 (S3 Position 0). Bei Verwendung eines Modbus TCP-zu-RTU-Gateways (z. B. WaveShare) den Gateway-Port auf 502 konfigurieren und die Slave-ID der S3-Schalterposition entsprechend einstellen.
Empfehlung für statische IP-Adresse
Bei Verbindung über ein Modbus TCP-zu-RTU-Gateway dem Gateway eine statische IP-Adresse oder DHCP-Reservierung zuweisen, um Verbindungsprobleme bei IP-Adressänderungen zu vermeiden.
Gerätefunktionen
Heizung und Warmwassersteuerung
Die Vorlage verwendet Register H:0 als Bitfeld zur Steuerung einzelner Funktionen:
- Heizung (H:0 Bit 1) — aktiviert oder deaktiviert die Raumheizfunktion
- Warmwasser (H:0 Bit 2) — aktiviert oder deaktiviert die Warmwasserbereitung
- Desinfektion (H:5 Bit 4) — aktiviert den Anti-Legionellen-Desinfektionszyklus für den Warmwasserspeicher
Jede Funktion wird unabhängig über GETBIT/SETBIT-Operationen gesteuert, sodass Heizung und Warmwasser ohne gegenseitige Beeinflussung umgeschaltet werden können.
Betriebsmodus
Wärmepumpenmodus (H:1) wählt den Betriebsmodus: Auto (0), Auto (1), Kühlen (2), Heizen (3) und weitere Modi (4–9). Die Vorlage stellt dies als Mehrfachschalter dar.
Warmwasser-Thermostat
Warmwassertemperatur liest die aktuelle Speichertemperatur aus H:115 (T5-Sensor) und schreibt die Solltemperatur in H:4. Funktioniert als Thermostat — die aktuelle Temperatur wird zusammen mit dem Sollwert angezeigt.
Temperaturüberwachung
Die Vorlage bietet fünf Temperatursensoren:
- Berechnete Wassertemperatur (H:110) — Wassertemperatur am finalen Austritt (T1-Sensor)
- Witterungsgeführte Solltemperatur (H:136) — Solltemperatur der Heizkennlinie, berechnet vom Wärmepumpenregler
- Wassereinlauftemperatur (H:104) — Wasser, das in den Wärmetauscher eintritt (Tw_in-Sensor)
- Wasserauslauftemperatur (H:105) — Wasser, das den Wärmetauscher verlässt (Tw_out-Sensor)
- Außentemperatur (H:107) — Außenlufttemperatur (T4-Sensor), Abfrageintervall 1 Sekunde
Kompressor- und Leistungsdiagnostik
- Kompressorfrequenz (H:100) — aktuelle Inverter-Kompressordrehzahl in Hz
- Kompressorbetriebszeit (H:122) — kumulierte Kompressor-Laufzeit in Stunden
- Lüfterdrehzahl (H:102) — Lüfterdrehzahl der Außeneinheit in RPM (12 Geschwindigkeitsstufen, 200–730 RPM je nach Modell)
- Leistung (H:140) — aktuelle Wärmepumpenleistungsabgabe (Rohwert / 100)
- Wasserfluss (H:138) — Wasserdurchfluss im Hydraulikkreis in m³/h (Rohwert / 100)
Elektrische Überwachung
- Spannung Außeneinheit (H:119) — Versorgungsspannung (Schutz: Einphasig >=265 V oder <=172 V, Fehlercode H7)
- Strom Außeneinheit (H:118) — Kompressorstromaufnahme (Schutzgrenzen je nach Modell: 18 A für 4–6 kW, 30 A für 12–16 kW)
- DC-Zwischenkreisspannung (H:134) — Inverter-DC-Zwischenkreisspannung (Rohwert × 10)
- DC-Zwischenkreisstrom (H:133) — Inverter-DC-Zwischenkreisstrom
Kältemitteldruck
- Hochdruck Außeneinheit (H:116) — Hochdruckseite des Kältemittels in kPa (Schutz aktiviert bei >4,3 MPa, Fehlercode P1)
- Niederdruck Außeneinheit (H:117) — Niederdruckseite des Kältemittels in kPa (Schutz aktiviert bei <0,14 MPa, Fehlercode P0)
Servicediagnostik
Das Modul stellt zwei Serviceattribute bereit:
- Softwareversion (H:130) — Firmware-Versionsnummer der Wärmepumpe
- Attribut — Platzhalter-Serviceattribut (leere Leseformel)
Weitere Funktionen
Das Midea M-Thermal System stellt außerdem Register bereit für: Heizkurvenauswahl, Zwangswasserheizung, Zwangssteuerung des Speicher-Heizstabs (TBH) und internem Zusatzheizstab (IBH1), Smart-Grid-Maximaltemperatur sowie weitere Temperatursensoren einschließlich T1S (Endwasseraustritt), T3 (Luftseitiger WÜ-Ausgang), Tp (Druckleitung), Th (Saugleitung), T1, T2 (Flüssigkeitsleitung) und T2B (Gasleitung). Fehlercodeauslesen (H:124), Lastausgangs-Prozentsatz, Zielkompressorfrequenz, Systemstatusbit und kumulative Energiezähler (Stromverbrauch und Wärmeabgabe als Int32 über zwei Register) sind ebenfalls verfügbar. Leistungseinstellungen für IBH1, IBH2 und TBH können konfiguriert werden. Diese Funktionen können in einem zukünftigen Vorlagen-Update ergänzt werden.
Das aktuelle Fehlercode-Register (H:124) ist nicht in der Vorlage enthalten. Zur Überwachung von Wärmepumpenfehlern kann es als benutzerdefiniertes Modbus-Gerät in TapHome hinzugefügt werden, das Register H0124 als Int16 liest.
Fehlerbehebung
Keine Modbus-Kommunikation
- Sicherstellen, dass die kabelgebundene Steuerung mit dem Hydraulikmodul verbunden ist — ohne diese sind Modbus-Register nicht erreichbar
- RS-485-Signalleitungen prüfen: BUS1 an H2, BUS2 an H1
- TapHome-Einstellungen bestätigen: 9.600 Baud, keine Parität, 1 Stoppbit, 8 Datenbits
- Slave-Adresse prüfen: Position des Drehschalters S3 auf der Hydraulikmodul-PCB kontrollieren (Position 0 = Adresse 1)
- Bei TCP-zu-RTU-Gateway: Erreichbarkeit des Gateways und Übereinstimmung der Seriellport-Einstellungen prüfen
Kommunikationsfehler (Fehlercode H0)
Fehlercode H0 zeigt einen Kommunikationsfehler zwischen Außeneinheit und Hydraulikmodul an. Mögliche Ursachen:
- Abnorme Stromversorgung — Transformatoreingang (220 V AC) und -ausgang (13,5 V AC) prüfen
- Elektromagnetische Störungen durch benachbarte Hochfrequenzgeräte — umplatzieren oder abschirmen
- Kommunikationsleitungen P, Q, E zwischen Außeneinheit und Hydraulikmodul locker oder beschädigt — neu verbinden
Temperatursensorfehler (Codes E3–E9)
Fehlercodes E3, E4, H2, H3, Ed, HA, E5, E6, E9, EA zeigen Temperatursensorausfälle an:
- Sensoranschluss am entsprechenden PCB-Port prüfen (siehe PCB-Layout-Diagramm)
- Sensorwiderstand messen — zu niedriger Wert deutet auf Kurzschluss hin; Abweichung von der Widerstandstabelle zeigt defekten Sensor an
- Bei korrekten Anschlüssen und funktionsfähigem Sensor ggf. PCB austauschen
Druckschutzfehler
- P0 (Niederdruck) — Saugdruck unter 0,14 MPa. Kältemittelfüllung und Expansionsventil prüfen
- P1 (Hochdruck) — Druckdruck über 4,3 MPa. Kondensatorluftstrom, Lüfterbetrieb und Kältemittelüberfüllung prüfen
- P4 (Hohe Druckleitungstemperatur) — Druckleitungstemperatur über 115 °C. Kompressorbetrieb und Kältemittelstand prüfen