
Die Daikin Altherma 3 ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpenserie, die die Modelle Altherma 3 R, Altherma 3 H MT und Altherma 3 H HT umfasst. TapHome verbindet sich mit der Wärmepumpe über das DCOM-LT/MB Modbus RTU Gateway, das über den P1P2-Bus mit der Altherma kommuniziert und Register über RS-485 bereitstellt.
Dies ist die erweiterte DCOM-RW-Vorlage mit 10 Geräten, Fehlerbehandlung auf Modulebene über Readscript (ADDERROR/ADDWARNING), 10 Serviceattributen auf Modulebene zur Systemstatusüberwachung und Serviceaktionen auf Geräteebene zur Sollwertverwaltung mit Parametervalidierung. Schalter verwenden Bool-Datentypen für zuverlässige Steuerung.
Suchen Sie nach mehr eigenständigen Geräten? Sehen Sie sich die Standard-Altherma-3-Vorlage mit 20 einzelnen Geräten an, die Abtaustatus, witterungsgeführte Sollwerte, Kompressordiagnose und zusätzliche Temperatursensoren abdeckt.
Hardwareanschluss
Übersicht DCOM-LT/MB Gateway

Das DCOM-LT/MB Gateway (Modell S34-001) wird auf einer DIN-Schiene montiert und hat folgende Anschlüsse:
- Klemmen 1–2 (A) — Stromversorgung: 15–24 VDC geregelt, mindestens 100 mA
- Klemmen 3–5 (B) — RS-485: + (Klemme 3), - (Klemme 4), C/gemeinsam (Klemme 5)
- Klemmen 10–11 (E) — P1P2-Busanschluss zur Altherma-Inneneinheit
- SW1 (J) — 8-poliger DIP-Schalter für Modbus-Adresse und Betriebsmodus
- LEDs (P, Q, R) — Status-, ACNET- (P1P2), RS485-Anzeigen
RS-485 Verdrahtung
Verbinden Sie DCOM-LT/MB und TapHome mit einer 3-Draht-RS-485-Verbindung:
- Klemme 3 (+) → A+/D+ am TapHome RS-485
- Klemme 4 (-) → B-/D- am TapHome RS-485
- Klemme 5 (C) → GND/Common am TapHome
Kabelspezifikation:
- Typ: geschirmtes verdrilltes Paar (Belden 8761 oder gleichwertig)
- Mindestquerschnitt: 0,33 mm²
- Widerstand: ≤ 60 Ω/km
- Maximale Buslänge: 1000 m
- Maximale Geräte am Bus: 32 (einschließlich Modbus Master)
Der gemeinsame Draht (Klemme 5/C) muss zwischen DCOM-LT/MB und TapHome verbunden sein. Ohne ordnungsgemäße gemeinsame Verbindung treten Kommunikationsfehler auf. Die Abschirmung nur an einer Stelle erden.
Terminierung ist nicht erforderlich bei 9600 Baud für Netzwerklängen bis 1000 m. Das DCOM-LT/MB hat eine interne Failsafe-Vorspannung, sodass keine externen Vorspannungswiderstände benötigt werden. Bei Verwendung einer Terminierung muss zusätzlich eine Failsafe-Vorspannungsschaltung ergänzt werden.
P1P2-Anschluss
Verbinden Sie die P1P2-Klemmen (10, 11) mit einem kompatiblen Altherma LT Master-Fernregler (z. B. MM4 oder gleichwertig).
Altherma 2 Kompatibilität: Das DCOM-LT/MB kann mit Altherma 2 nur über den Remcon/LT LAN-Adapter verwendet werden. Schließen Sie DCOM NICHT direkt an Altherma 2 (EKRUCBL / EKRUEHBL) Einheiten an.
Konfiguration
DIP-Schalter Adressierung

Der 8-polige DIP-Schalter SW1 konfiguriert die Modbus Slave-Adresse und den Betriebsmodus:
| Schalter | Funktion |
|---|---|
| SW1.1 + SW1.2 | Smart Grid / Betriebsmodusauswahl |
| SW1.3 + SW1.4 | Modbus Slave-Adresse (1–4) |
| SW1.5 | Smart Grid Funktion (mit SW1.1, SW1.2) |
| SW1.6–SW1.8 | Reserviert |
Modbus-Adressauswahl (SW1.3 und SW1.4):
| SW1.3 | SW1.4 | Adresse |
|---|---|---|
| OFF | OFF | 1 (Standard) |
| OFF | ON | 2 |
| ON | OFF | 3 |
| ON | ON | 4 |
Kommunikationsparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Protokoll | Modbus RTU |
| Baudrate | 9600 |
| Datenbits | 8 |
| Parität | Keine |
| Stoppbits | 1 |
Synchronisation
Nach dem Einschalten synchronisiert sich das DCOM-LT/MB mit der Altherma Master-Einheit. Dieser Vorgang kann bis zu 8 Minuten dauern. Während der Synchronisation geben Registerabfragen den Spezialwert 32765 zurück („Warte auf Wert").
Spezielle Rückgabewerte:
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| 32765 | Warte auf Wert — Synchronisation läuft |
| 32766 | Register in aktueller Konfiguration nicht verfügbar |
| 32767 | Register von verbundener Einheit nicht unterstützt |
Nach dem erstmaligen Einschalten oder Neustart warten Sie bis zu 8 Minuten auf die vollständige DCOM-Synchronisation, bevor Sie fehlende Registerwerte beheben. Die Status-LED wechselt von gelb (Synchronisation) auf dauerhaft grün, wenn bereit.
Gerätefunktionen
Diese Vorlage bietet 10 Geräte mit Bool-Datentypen für Schalter, Readscript auf Modulebene mit ADDERROR/ADDWARNING für Fehlerbehandlung, 10 Serviceattribute auf Modulebene zur Systemstatusüberwachung und Serviceaktionen auf Geräteebene zur Sollwertverwaltung mit Min/Max-Validierung. Der Durchfluss wird in m³/h angegeben (nicht l/min).
Temperaturüberwachung
Alle Temperatursensoren verwenden das comp14-Format (vorzeichenbehafteter 16-Bit-Wert geteilt durch 100 für °C). Die Vorlage führt diese Umrechnung automatisch durch.
- Außentemperatur (A:44) — Außenlufttemperatur
- Warmwassertemperatur (A:43) — Temperatur des Warmwasserspeichers
- Rücklauftemperatur (A:42) — Rücklauftemperatur des Heizkreises
- Kältemitteltemperatur (A:45) — Temperatur der Kältemittelflüssigkeitsleitung
- Durchfluss (A:49) — Wasserdurchfluss in m³/h
Zusätzliche Temperaturwerte sind als Serviceattribute auf Modulebene verfügbar: Vorlauftemperatur vor PHE (A:40) und Vorlauftemperatur vor BUH (A:41).
Heizungs- und Kühlsteuerung
- Heizung/Kühlung Ein/Aus (H:4) — Hauptschalter für Heizung und Kühlung
- Betriebsmodus (H:3) — Betriebsmodus: Auto, Heizen oder Kühlen
Das Gerät Betriebsmodus enthält 4 Serviceattribute zum Lesen aktueller Sollwerte (Vorlauf Heizung/Kühlung, Raumthermostat Heizung/Kühlung) mit 32766=„Nicht verfügbar"-Behandlung und 4 Serviceaktionen zum Schreiben einzelner Sollwerte mit definierten Bereichen:
- Vorlauf-Heizungssollwert einstellen (H:1, 25–55°C)
- Vorlauf-Kühlsollwert einstellen (H:2, 5–22°C)
- Raumthermostat-Heizungssollwert einstellen (H:6, 12–30°C)
- Raumthermostat-Kühlsollwert einstellen (H:7, 15–35°C)
Warmwassersteuerung (DHW)
- Warmwasser-Nachheizung Ein/Aus (H:12) — Auslösung des Warmwasser-Nachheizungszyklus
- Warmwasser-Boostermodus (H:13) — Aktivierung des Zusatz-/Boosterheizers für Warmwasser
Das Gerät Warmwasser-Nachheizung enthält ein Serviceattribut, das den aktuellen Warmwasser-Nachheizungs-Sollwert anzeigt (H:10), sowie eine Serviceaktion zum Einstellen der Warmwasser-Nachheizungstemperatur (30–60°C).
Systemstatusüberwachung (Serviceattribute auf Modulebene)
Das Modul-Readscript bietet Fehlerbehandlung mit ADDERROR/ADDWARNING basierend auf Register A:21 (Gerätefehler). Die folgenden Systemstatuswerte werden als Serviceattribute auf Modulebene bereitgestellt:
Umwälzpumpe (A:30) — Pumpenstatus (EIN/AUS/Nicht verfügbar)
Kompressorbetrieb (A:31) — Kompressor-Laufstatus
Boosterheizer-Betrieb (A:32) — Boosterheizer-Status
Desinfektionsbetrieb (A:33) — Status des Legionellen-Desinfektionszyklus
Abtauung/Start (A:35) — Status des Abtau- oder Startzyklus
Heißstart (A:36) — Heißstart-Status
3-Wege-Ventil (A:37) — Ventilstellung: Heizung oder Warmwasser
Betriebsmodus (aktuell) (A:38) — aktueller Betriebsmodus: Heizen oder Kühlen
Vorlauftemperatur vor PHE (A:40) — Vorlauftemperatur vor Plattenwärmetauscher
Vorlauftemperatur vor BUH (A:41) — Vorlauftemperatur vor Reserveheizer
Leisebetrieb (H:9) — Leisebetrieb-Schalter
Weitere Funktionen
Das DCOM-LT/MB stellt auch Register bereit für die witterungsgeführte Kühl-Vorlaufverschiebung (H:55), Fehlercode-Dekodierung (A:22 text14-Format + A:23 Untercode) und Raumtemperaturmessung (A:50). Diese können in einem zukünftigen Vorlagen-Update ergänzt werden.
LED-Statusanzeigen
Das DCOM-LT/MB hat drei LED-Anzeigen:
| LED | Normal | Fehler |
|---|---|---|
| Status | Dauerhaft grün — synchronisiert, keine Störung | Dauerhaft rot — Gerätestörung; langsames rotes Blinken — Timeout |
| ACNET | Grünes Blinken — normale P1P2-Kommunikation | Rotes Blinken/dauerhaft — P1P2-Fehler |
| RS485 | Grünes Blinken — normale Modbus-Kommunikation | Rotes Blinken/dauerhaft — RS-485-Fehler |
Beim Einschalten wechseln alle LEDs von rot auf grün, dann beginnt die Status-LED gelb zu blinken, während auf die Altherma Master-Synchronisation gewartet wird.
Fehlerbehebung
Status-LED gelb (wartet auf Master)
- Überprüfen Sie die P1P2-Kabelverbindungen zwischen DCOM-LT/MB und der Altherma-Inneneinheit
- Stellen Sie sicher, dass die Altherma-Einheit eingeschaltet und betriebsbereit ist
- Warten Sie bis zu 8 Minuten auf die erste Synchronisation — bleibt die Status-LED länger als 10 Minuten gelb, versucht das DCOM automatisch erneut
- Blinkt die Status-LED rot (Timeout), überprüfen Sie die P1P2-Verdrahtung und starten Sie das DCOM neu
RS-485 LED rot (Kommunikationsfehler)
- Überprüfen Sie die RS-485-Verdrahtung: + (Klemme 3) an A+/D+, - (Klemme 4) an B-/D-, C (Klemme 5) an Common
- Stellen Sie sicher, dass die Modbus Slave-Adresse an den DIP-Schaltern SW1.3 und SW1.4 mit der TapHome-Konfiguration übereinstimmt
- Bestätigen Sie die Kommunikationsparameter: 9600 Baud, 8 Datenbits, keine Parität, 1 Stoppbit
- Bei langen Kabelwegen überprüfen Sie die Kabelimpedanz und erwägen Sie eine Terminierung
Register geben 32765 zurück
Dies zeigt an, dass das DCOM sich noch mit dem Altherma Master synchronisiert. Warten Sie bis zu 8 Minuten nach dem Einschalten. Bleibt der Wert bestehen, überprüfen Sie die Status-LED — sie sollte nach Abschluss der Synchronisation dauerhaft grün leuchten.
Verhalten von Register H:9 (Leisebetrieb vs Warmwasser-Nachheizung)
Register H:9 hat eine Doppelfunktion abhängig vom DCOM-Betriebsmodus: Im Normalmodus definiert die offizielle Dokumentation es als „Warmwasser-Nachheizung Ein/Aus"; im Sequenzermodus funktioniert es als „Leisebetrieb". Die TapHome-Vorlagen verwenden es als Leisebetrieb basierend auf Community-Verifizierung. Das tatsächliche Verhalten kann je nach Firmware-Version und DCOM-Konfiguration abweichen.
Fehlercode-Dekodierung
Wenn Gerätefehler (A:21) eine Störung meldet, ist der Fehlercode in Register A:22 als 16-Bit-Wert verfügbar, der zwei ASCII-Zeichen kodiert. Zur Dekodierung: Extrahieren Sie LSB (Wert mod 256) und MSB ((Wert - LSB) / 256), dann konvertieren Sie beide in ASCII-Zeichen. Beispiel: Wert 21816 dekodiert zu „U8" (MSB=85=‘U’, LSB=56=‘8’).