
Die Atrea DUPLEX Serie sind Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung (MVHR), gesteuert vom RD5-Regelsystem. TapHome verbindet sich direkt mit dem RD5-Regler über Modbus TCP via Ethernet — ein zusätzliches Gateway ist nicht erforderlich.
Die Vorlage bietet Thermostatsteuerung mit Temperatursollwert, Betriebsartenwahl (Aus, Auto, Lüftung, Umluft + Lüftung, Umluft, Nachtauskühlung, Druckausgleich, Überdruck), Lüfterleistungsregelung (0–100 %), vier Temperatursensoren (Zuluft, Raumluft, Außenluft, Abluft) und umfassende Diagnose mit 45+ Fehler- und Warnregistern.
Netzwerkverbindung
Der RD5-Regler verfügt über eine eingebaute Ethernet-Schnittstelle. Verbinden Sie ihn über ein Standard-Ethernet-Kabel mit demselben lokalen Netzwerk wie TapHome Core.
- Protokoll: Modbus TCP
- Port: 502
- Slave ID: 1–255 (konfigurierbar)
- Datenkodierung: Int16, Temperaturwerte durch 10 geteilt
Modbus TCP aktivieren
Modbus TCP muss in den Serviceeinstellungen des RD5 explizit aktiviert werden, bevor TapHome mit dem Gerät kommunizieren kann.
Navigieren Sie zum Serviceparameter 3.15.1 Modbus TCP und setzen Sie ihn auf YES.
Wenn Modbus TCP nicht aktiviert ist (Parameter 3.15.1 = NO), antwortet der RD5-Regler nicht auf Modbus-TCP-Anfragen auf Port 502.
Konfiguration
Beim Import der Vorlage in TapHome geben Sie an:
- IP-Adresse — die IP-Adresse des RD5-Reglers im lokalen Netzwerk
- Slave ID — Modbus-Geräteadresse (Standard: 1)
Weisen Sie dem RD5-Regler eine statische IP-Adresse in den DHCP-Einstellungen des Routers zu, damit sich die Adresse nach einem Neustart nicht ändert.
Der Hersteller empfiehlt die Verwendung der Manual-Steuerungsroutine, wenn das Gerät von einem BMS-System wie TapHome gesteuert wird. Die Vorlage schreibt in die Steuerungsregister (H:10708, H:10709, H:10710), die der Manual-Routine entsprechen (H:10700–H:10703 = 0).
Geräteeigenschaften
Die Vorlage stellt folgende Geräte bereit:
Thermostat
- Atrea Thermostat — Raumtemperaturregelung mit Sollwertbereich 10–40 °C. Liest die aktuelle Temperatur aus I:10212 (T-SUP), den gewünschten Sollwert aus H:10716 und schreibt den Sollwert in H:10710. Enthält 13 Serviceattribute für Heiz-/Kühlstatus (Wasserventil, Pumpe, Wärmepumpe, Vorheizung, Kühlkonfiguration) und 6 Serviceaktionen zur Konfiguration von Primär-/Sekundärheizung, Vorheizung, Kühlung, Kapillarfrostschutz und Raumregelungssensorauswahl.
Betriebsartsteuerung
- Mode Control — Mehrfachwertschalter zur Auswahl der Betriebsart über Register H:10705 (Lesen) / H:10709 (Schreiben). Verfügbare Betriebsarten: Aus, Auto, Lüftung, Umluft + Lüftung, Umluft, Nachtauskühlung, Druckausgleich, Überdruck.
Lüftersteuerung
- Ventilation — Dimmer zur Regelung der Lüfterleistung von 0 % (aus) bis 100 % über Register H:10704 (Lesen) / H:10708 (Schreiben). Die minimale aktive Leistung beträgt 12 %. Enthält 4 Serviceattribute (M1-Ausgang %, M2-Ausgang %, Regelungsmodus, Lüftungsintervall) und 2 Serviceaktionen (Lüfterregelungsmodus-Auswahl, Lüftungsintervall-Einstellung 0–60 min).
Temperaturüberwachung
Die Vorlage enthält vier Temperatursensoren:
| Sensor | Register | Beschreibung |
|---|---|---|
| T-SUP (Zuluft) | I:10212 | Zulufttemperatur — Luft, die nach der Wärmerückgewinnung in die Räume geliefert wird |
| T-IDA (Raumluft) | I:10215 | Raumlufttemperatur — Quelle wählbar zwischen CP Touch, T-ETA, TRKn oder BMS |
| T-ODA (Außenluft) | I:10211 | Außenlufttemperatur — eingebauter Sensor oder BMS-bereitgestellter Wert |
| T-ETA (Abluft) | I:10213 | Ablufttemperatur — Luft, die vor der Wärmerückgewinnung aus den Räumen abgesaugt wird |
Die T-IDA-Sensorquelle kann über die Serviceaktion am Gerät Indoor Air Temperature konfiguriert werden. Der T-ODA-Sensor kann zwischen dem eingebauten Sensor und einem BMS-bereitgestellten Wert umgeschaltet werden, mit konfigurierbarer Sensorposition (intern/extern).
Diagnose auf Modulebene
Die RD5-Vorlage überwacht 45+ Diskretregister (D:11100–D:11184) auf Fehler und Warnungen, darunter:
- Fehler: Geräteüberhitzung, Orientierung nicht gesetzt, Sensorfehler (TU1/TU2/TEa/TEb/TA2/T-ODA/T-ETA), STP-Kontakt, Manometerfehler, RD-IO-Kommunikation, unausgeglichener Volumenstrom, fehlende Konfiguration, unzureichende Vorheizung, Modulfehler, Frostschutz
- Warnungen: Wärmetauscher-Vereisung/Abtauung, Hochtarif, unzureichender Volumenstrom/Heizung, verstopfter Filter, Eingangsalarmfehler, nicht in Betrieb genommenes Gerät, Sicherheitsmodus, Kühlung/Heizung nicht verfügbar
Ein Serviceattribut auf Modulebene zeigt die Geräteausrichtung (welcher Motor der Zuluftventilator ist), und eine Serviceaktion ermöglicht die Konfiguration der Zuluftventilatorzuordnung (M1 oder M2).
Weitere Funktionen
Die RD5-Geräte stellen außerdem Modbus-Register für Fortlufttemperatur (T-EHA), Zwangsbetriebsstatus, Saisonsteuerung, Volumenstromüberwachung (Zuluft/Abluft), Filterwechselperiode, Alarm-/Filterrücksetzung und Steuerungsroutinen-Konfiguration bereit. Diese können in einem zukünftigen Update zur TapHome-Vorlage hinzugefügt werden.
Fehlerbehebung
Keine Modbus-Kommunikation
- Überprüfen Sie, dass Modbus TCP aktiviert ist — Parameter 3.15.1 Modbus TCP = YES in den Serviceeinstellungen
- Bestätigen Sie die IP-Adresse des RD5-Reglers — prüfen Sie die DHCP-Lease-Tabelle des Routers
- Stellen Sie sicher, dass TapHome Core und der RD5-Regler im selben Netzwerk/Subnetz sind
- Prüfen Sie, dass keine Firewall Port 502 blockiert
- Halten Sie den vom Hersteller empfohlenen 5-Sekunden-Abstand zwischen mehreren Lese-/Schreiboperationen ein
Temperaturwerte erscheinen falsch
Temperaturregister verwenden Int16-Kodierung mit dem Wert geteilt durch 10. Werte über 32767 stellen negative Temperaturen dar: (Wert - 65536) / 10. Beispiel: Wert 65516 = (65516 - 65536) / 10 = -2,0 °C.
Betriebsartänderungen werden nicht übernommen
Wenn sich das Gerät in einem Zwangsbetrieb befindet (Anlauf, Nachlauf, Abtauung, D1–D4-Eingangsaktivierung), können Schreibbefehle für die Betriebsart ignoriert werden. Prüfen Sie das Zwangsbetriebsregister H:10712 — der Wert 0 bedeutet, dass kein Zwangsbetrieb aktiv ist.
Bei Verwendung der Schedule-Steuerungsroutine (H:10700–H:10703 = 1) müssen Sie zuerst den Wert 2 in das entsprechende Steuerungsroutine-Register schreiben, bevor Sie den neuen Steuerungsparameter schreiben.
